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Sabrina Mohn: Chance grösser als Risiko

Von PETER KNECHTLI

Die Parteileitung der CVP Baselland schlägt ihrer Delegiertenversammlung die Wahl von Sabrina Mohn zur neuen Präsidentin vor. Schon Ende Juni habe sie sich zur einer Kandidatur entschieden, sagt sie, jetzt wurde sie der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt.

Sabrina Mohn sei ihre "Wunschkandidatin", beteuerten die beiden Vizepräsidenten der Partei, Toni Lauber und Remo Franz, vor den Medien. Das kann ihnen auf der Stelle geglaubt werden, auch wenn die Baselbieter Christdemokraten während Monaten, zum Teil fast etwas verzweifelt, nach potenziellen Bewerbenden Ausschau gehalten haben.

Erfreulich an der Nomination der 25-jährigen Sekundarlehrerin mit Journalisten-Ausbildung ist die Tatsache, dass die Partei – ob aus freien Stücken oder aus Entscheidungszwang – einer jungen Kraft die Möglichkeit bietet, eine bürgerliche Kantonalpartei zu führen. Es kann nicht behauptet werden, die Christdemokraten seien während des einjährigen Interregnums der Vizepräsidenten in der Zwischenwahlzeit als besonders dynamische und kommunikative Partei in Erscheinung getreten. Viel eher entstand der Eindruck des Verwaltens, so dass in den nächsten Monaten schon das geringste von Sabrina Mohn veranlasste Lüftchen als kräftige Brise wahrgenommen werden dürfte.

Es ist keine Frage, dass die Aescher Jung-Politikerin sich in den vergangenen Jahren als auffällig aktive und einsatzbereite Parteigängerin hervorgetan hat. Schon ihre Präsenz auf der Nationalratsliste liess erkennen, dass in der "Partei der Mitte" eine Frau heranwächst und gefördert wird, die schon christdemokratische Muttermilch getrunken hat, und die Partei-Ältere für zu Höherem berufen hielten.

Heute hat ihr Nachweis parteipolitischer Basisarbeit ein Volumen erreicht, das die Übernahme höherer Ehrenämter legitimiert. Sabrina Mohn ist intelligent, in ihren Aussagen alles andere als jugendlich-ungestüm und ein Energiebündel. Ihr Eintritt in den Landrat als Nachrückende ist von grossem Vorteil, da sie nun aus erster Hand über die aktuelle politische Traktandenliste informiert ist und nicht nur vom Hörensagen. Zudem wird ihre unverbrauchte Ausstrahlung mithelfen, jugendliche Wählerschichten anzusprechen und die CVP als "junge Partei" mit der "jüngsten Parteipräsidentin" darzustellen.

Bei aller Sympathie für ihre Person birgt die Nomination auch ein gewisses Risiko. Ihr politischer Leistungsnachweis ist der Öffentlichkeit ausserhalb ihrer Partei so gut wie unbekannt. Auch ist noch sehr vage, wie sie inhaltlich ihren juvenilen Enthusiasmus in die Partei hinein und ins Wahl-Volk hinaus tragen will. Die Führung einer Kantonalpartei erfordert doch einiges Mehr an Geschick und Energie als die Leitung einer Jungpartei. Sabrina Mohn hat es ausserdem mit gestandenen Polit-Profis und Amtsträgern zu tun, die sich bei allen gegenteiligen Beteuerungen kaum gern dreinreden lassen – und die vor allem bei Gelegenheit auch gern mit den Weihen eines politischen Top-Jobs gesegnet würden.

Sabrina Mohn verdient Respekt dafür, dass sie sich in einer Phase für die Knochenarbeit der Parteipräsidentin zur Verfügung stellt, in der ihre Arbeit auf absehbare Zeit mit keinem parlamentarischen oder exekutiven Spitzen-Amt belohnt werden wird. Ihr Einsatzrevier wird eher Matte als Sprungbrett sein. Kathrin Amacker wird wie Peter Zwick noch einige Jahre im Amt bleiben wollen. Wird dereinst die Zeit für einen Wechsel reif werden, warten bekanntlich in der CVP auch andere Exponenten – und Exponentinnen! – auf ihren Exploit. Es kann als "typisch weiblich" bezeichnet werden, dass Sabrina Mohn das Dienen an der Partei wichtiger ist als die Aussicht, dank Präsidiums-Prominenz zu gegebener Zeit die Meriten einzufahren. Dabei wird sie es aber vermeiden müssen, sich selbst als Hoffnungsträgerin zu verschleissen.

An ihrer – nicht ganz risikofreien – Nomination kann gemäkelt werden. Aber ihr Sprung an die Spitze bedeutet vielmehr Hoffnung auf den Aufbruch einer Partei, die frisches Blut brauchen kann. Deshalb verdient die Jung-Politikerin nach ihrer Wahl Ende August Unterstützung und Goodwill. Die Chancen eines Erfolgs sind grösser als die Risiken – und die üblichen Unwägbarkeiten kommen dann von selbst.

Bericht und Video-Statement

13. August 2009
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"Ich freue mich auf die neue Präsidentin"

Gerne werden die bürgerlichen Parteien so dargestellt, dass nur Männer eine politische Karrieren machen können und die Frauen zu Hause am Herd stehen sollen, statt im Ratssaal am Rednerpult. Die CVP BL beweist mit der Nomination von Sabrina Mohn das Gegenteil. Die CVP BL präsentiert sich damit als moderne aufgeschlossene Partei. Ich bin überzeugt, dass Sabrina Mohn ihre Frau stellen wird und als neue junge und dynamische Präsidentin der Partei einen weiteren Aufwärtsschub verleihen wird. Als Mitglied der CVP BL freue ich mich auf die neue Präsidentin!


Stephan Gassmann, Aesch


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Frisch pubertiert

Kontroverse am Weihnachtstisch
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"So gesehen scheint auch das Geheul der westlichen Presse um die Verletzung der Menschenrechte in Kasachstan blauäugig zu sein."

Infosperber
vom 10. Januar 2022
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Man fagt sich, wo sich beim Geheul die Augen befinden.

Alles mit scharf

Kleider machen Leute
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RückSpiegel


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Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Traiferhöhung auf den Basler Fähren auf.

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20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


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Die Basler Kantonalbank (BKB) erweitert jetzt ihr Produktangebot für Firmenkunden, weil dort "ein wachsender Beratungs- und Finanzierungsbedarf mit Blick auf den Klimaschutz, aber auch in anderen Bereichen der Nachhaltigkeit" bestehe.

Die Juso-Initiative für ein Gratis-U-Abo für alle Baselbieter und -innen ist mit über 1'900 Unterschriften zustandegekommen.

In Birsfelden ist das Referendum gegen den Quartierplan "Zentrum" zustande gekommen, so dass die Volksabstimmung am 27. März stattfindet.

Nach zwanzig Jahren im Amt wird die Oberwiler Gemeinderätin und Vizepräsidentin Rita Schaffter (Die Mitte) per Ende Juni aus dem Oberwiler Gemeinderat zurücktreten.

Der Kanton Basel-Stadt und Allschwil haben sich darauf geeinigt, die ÖV-Anbindung des Bachgrabengebiets durch Verlängerung der Buslinie 64 voraussichtlich im zweiten Quartal zu verbessern.

Weil im Reinacher Einwohnerrat die Stimmen bei der Abstimmung über den diesjährigen Steuerfuss nicht vollständig ausgezählt wurden und somit das Zweidrittel-Mehr nicht korrekt erfasst wurde, muss das Gemeindeparlament im Februar nochmals über dieses Geschäft abstimmen.

Der abgewählte Basler Regierungsrat Baschi Dürr (FDP) stösst ab Jahresbeginn zum "Sonntalk"-Moderatoren-Team von Telebasel.

Der Schweizer Dirigent Titus Engel wird ab der Saison 2023/24 als Principal Conductor der Basel Sinfonietta die Leitung des weltweit einzigen grossen Orchesters für zeitgenössische Musik übernehmen.

Die Baselbieter Regierung bewilligt den unterstützenden Einsatz von 29 Polizei-Mitarbeitenden vom 14. bis 22. Januar zur der Gewährleistung der Sicherheit anlässlich des World Economic Forums (WEF) in Davos.

Alexander Suter (36) wird als Nachfolger von Fleur Jaccard, die die Geschäftsführung der Zürcher "Age Stiftung" übernimmt, neuer Leiter der Abteilung Soziales  und GL-Mitglied der Christoph Merian Stiftung.

Weil bei der Baselbieter Polizei Beat Krattiger, Chef Sicherheitspolizei, in etwa zwei Jahren vorzeitig in Pension gehen will, kommt es ab 1. Januar aus Gründen der Kontinuität zu einem Stellen-Tausch mit Reto Zuber, dem bisherigen Chef Planung und Einsatz.

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage und der damit verbundenen Unsicherheiten wird die Basler Museumsnacht am 21. Januar abgesagt und voraussichtlich auf den Freitag, 20. Mai 2022 verschoben.

Wegen der stark zunehmenden Corona-Fallzahlen, der hohen Belastung des Gesundheitssystems und der aktuellen Entwicklung setzte die Baselbieter Regierung den Kantonalen Krisenstab wieder ein und reaktivierte den Pandemieplan.

Zum 125-Jahre-Jubiläum schenkt die Basler Regierung der F. Hoffmann-La Roche AG einen originalen Basilisken-Brunnen, der 2023 am künftigen Science Square auf dem Roche-Gelände an der Ecke Peter Rot-Strasse / Chrischonastrasse montiert werden soll.

Die Ost-West-Piste des EuroAirports wird ab 2. Dezember aufgrund der Verschiebung des magnetischen Nordpols von "08/26" zu "07/25" umbenannt.

Die Geschäftsleitung des Landrats hat angesichts der stark steigenden Corona-Fallzahlen beschlossen, dass an den Landratssitzungen per sofort wieder Maskenpflicht gilt.

24 Mitarbeitende der Baselbieter Polizei kommen auf Ersuchen der Genfer Regierung für Aufgaben bei der Durchführung der 12. WTO-Ministerkonferenz zum Einsatz.

Der Basler Journalist, Historiker und langjährige Grossbritannien- und Irlandkorresponent von Radio SRF, Martin Alioth, ist am 18. November nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben.

Der FC Basel überträgt der Rennbahnklinik in Muttenz per sofort die medizinische Versorgung der 1. Mannschaft, der Frauen- und der Nachwuchsabteilung.

Als Nachfolger der in Pension gehenden Yvonne Aellen wird Simon Leuenberger per 1. März 2022 die Leitung der Abteilung Grünflächen-Unterhalt der Stadtgärtnerei Basel.

Die Mitglieder des Schutzverbandes EuroAirport wählten am 11. November die Reinacher Einwohnerrätin Katrin Joos Reimer als neue Präsidentin und Nachfolgerin von Landrätin Rahel Bänziger.

Die Pharma-Firma Bachem AG hat am 11. November in Bubendorf den Grundstein für den Bau des bisher grössen Produktionsgebäudes gelegt, das bis zu 150 neue meist hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten wird.

Die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde in Lörrach wurde am 8. November in der Dunkelheit mit zwei Eiern beworfen.

Für die demissionierenden Daniela Dolci Reidemeister, Gottlieb A. Keller und Sibylle Schürch treten Bernhard Berger, Annette Luther und Hans-Peter Wessels in Basler Universitätsrat ein.

Für die erstmalige Besetzung des Stiftungsrats der neuen Wohnbaustiftung und die Amtsdauer vom 1. Dezember 2021 bis 30. November 2025 wählte die Basler Regierung Sarah Barth, Agnes Dormann (Präsidentin), Manuela Jessica Scarpellino, Jürg Steiner und Felix Suter.

Eine klare Mehrheit der Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission des Basler Grossen Rates folgt der Regeirung und empfiehlt die kantonale Volksinitiative "Grundrechte für Primaten" ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.