News

© Foto by Marc Gusewski, OnlineReports.ch


"Kontrollierte Hoffnung" für das Kinderheim "Auf Berg"

Der Kanton Baselland erlaubt dem Reinacher Katholischen Fürsorgeverein die "kontrollierte" Fortführung des Seltisberger Kinderheims "Auf Berg". Er verlängerte dem Verein die Leistungsvereinbarung auf Zusehen hin um ein weiteres Jahr bis Ende 2009. Der Vereinsvorstand tritt von operativen Ämtern zurück zugunsten eines neuen, betriebsverantwortlichen Heimausschusses.
Seltisberg, 30. Mai 2008

Dagegen widersetzte sich der Katholische Fürsorgeverein erfolgreich dem erklärten Willen von Bildungsdirektor Urs Wüthrich, die Vereins- von der Heimführung organisatorisch wie betrieblich zu entflechten. Diesen von Wüthrich vor zwei Monaten an einer Medienkonferenz in Aussicht gestellten, unabhängigen "Verwaltungsrat" wird es nicht geben. Der Leiter der kantonalen Fachstelle für Sonderschulung, Jugend- und Behindertenhilfe - der Baselbieter "Heimaufsicht" -, René Broder, sprach am Freitag in Liestal konsequent von einer "kontrollierten Hoffnung", welche der Vereinsführung nun entgegengebracht werde.

Auffällig: Regierungsrat Wüthrich, der Anfang April "harte Forderungen" gegenüber der Vereinsführung durchzusetzen versprach, fehlte heute bei der Information über die erzielten, und auch nicht erzielten Übereinkünfte.

Neu: Betriebsverantwortlicher Heimausschuss

Beim Konflikt um die Betriebsführung des Kinderheims "Auf Berg" in Seltisberg geht es im Kern um eine Entflechtung der ehrenamtlichen Vorstandsarbeit der Reinacher Trägerschaft von der eigentlichen operativen Heimführung. Eine Vermischung der beiden Tätigkeiten hatte immer wieder, bis weit in die Vergangenheit zurück, für ständigen Zoff und Heimleiterwechsel, aber auch zum Teil fachlich fragwürdige Betriebsführung der Institution gesorgt.

Um in Zukunft die Betriebsführung des Heims definitiv "strategisch und operativ" zu trennen, wurden laut Broder in mehreren Gesprächen mit dem Fürsorgeverein wichtige Übereinstimmungen gefunden. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei ein neu geschaffener Heimausschuss, wie René Broder sagte. Der Heimausschuss wird von fünf Fachpersonen besetzt, wovon die eine vom Kanton vorgeschlagen werden kann. Der Ausschuss wird den neuen Heimleiter wählen. Dies wird allerdings erst dann geschehen, wenn der Ausschuss Ende Juni durch durch die Generalversammlung der Trägerschaft formell bestätigt ist.

Viel Vertrauen in Heimausschuss

Seitens des Vereins sagte Vorstand Simon Stemmer, die auf den Weg gebrachte Statutenrevision sichere die mit dem Kanton getroffene Übereinkunft "rechtlich" ab. Stemmer, seit etwas mehr als einem Jahr Vereinsmitglied, wird dem neuen Heimausschuss angehören, von der "Vergangenheit unbelastet" sein und dem Vorstand nicht mehr angehören. Designierter Präsident des neu gebildeten Ausschusses ist Marcel Schlatter, pensionierter Mitarbeiter der IV Basel-Stadt und selbst in den ziebziger Jahren "Auf Berg"-Heimleiter.

Für René Broder garantieren Schlatter und Stemmer eine unabhängige und vor allem fachliche Betriebsführung. Unterdessen wird das Heim weiterhin ad interim von Winfried Knapp, dem Schlatter "gute Arbeit" bescheinigt, geleitet.

Fünf Mitarbeiter-Kündigungen

Für René Broder gilt es nun vordringlich, die Situation im Heim "zu beruhigen". Denn bereits liegen mindestens fünf Kündigungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Tisch. Ausserdem sollen nach Bekanntwerden des heute vorliegenden Kompromisses zwischen Kanton und Verein von zahlreichen weiteren Mitarbeitenden, die offenbar die Tragfähigkeit der vorgestellten Lösung bezweifeln, Kündigungsabsichten geäussert worden sein.

Gemäss Marcel Schlatter sei durchaus mit weiteren Kündigungen zu rechnen, da normalerweise Leiterwechsel im sozialpädagogischen Bereich im Personal Veränderungen zur Folge hätten. René Broder billigte dem Personal "professionelle Arbeit" zu: "Unsere Lösung wird keine sofortige Entspannung bringen, das ist uns bewusst. Zu sehr scheint das Vertrauen erschüttert und zu offen sind noch zahlreichen Entwicklungen." Als Konsequenz wird Broders Fachstelle die Arbeit "Auf Berg" weiterhin durch regelmässige Besuche begleiten und bei Unstimmigkeiten intervenieren.

Angesprochen auf eine heute im "Blick" erschiene Story über zu knappe Essensrationen im Mutter-Kind-Heim, einem Teil von "Auf Berg", sicherten die Verantwortlichen eine "Prüfung" der nähern Umstände zu.

 

Bild von links: Marcel Schlatter, designierter Leiter Heimausschuss; René Broder, Leiter kantonale Fachstelle; Simon Stemmer, designiertes Mitglied Heimausschuss, Antonio Tucconi, Mitarbeiter Fachstelle



 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Weitere aktuelle News

Liestal BL: Über 3'000 Impf-Termine innert zehn Minuten vergeben
Justiz Umstrittener Beat Schönenberger verlässt Basler Zivilgericht
Meteo Endlich Schnee: Viele Verkehrsunfälle und gesperrte Strassen
Basel Privatwirtschaft wehrt sich weiter gegen Mindestlöhne
Meteo Eis auf Strassen: Vier stürzende Velofahrende verletzt
Basel Liestaler Stadtverwalter wird neuer Basler GGG-Chef
Basel Grosser Rat für Einführung von 21 Franken Mindestlohn

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Aufgrund der fehlenden Daten könnte es nicht schwierig werden, weitere Massnahmen zu definieren."

20 Minuten
vom 2. Januar 2021
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Richtig gutes Corona-Management: ohne Daten Massnahmen zu treffen.

RückSpiegel


Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).

Für die zurückgetretenen Ralph Lewin und Andreas Sturm wurden neu Kristyna Ters und Mathis Büttiker in den BKB-Bankrat gewählt, während das Präsidium und die bisherigen Mitglieder durch die Regierung bestätigt wurden.

Die Basler Regierung beschloss zur Unterstützung von Unternehmen in der zweiten Corona-Welle, das Kreditbürgschafts-Programm wiederaufzunehmen.

Urs Bühler wird per 1. März 2021 neuer Leiter der "Zentralen Informatik" des Kantons Baselland.

Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.