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Link auf Sex-Site - Verschwörung, Absicht oder Hacker?

Wurde ein Vorstandsmitglied des in Reinach domizilierten Katholischen Fürsorgevereins Opfer einer Verschwörung oder eines Hackers? Seine Familien-Internetsite verlinkte automatisch auf eine Plattform, die Sex-Artikel anbietet.
Reinach, 15. Mai 2008

Bei der Eingabe des Nachnamens des Vorstandsmitglieds O. F. (Initialen geändert) und dem Länderkürzel ".cc" (für Cocos Inseln) erschien erst eine animierte Grafik mit dem Hinweis "We come later". Nach 20 Sekunden führte diese Seite aber automatisch einen Link auf die Internet-Adresse "smswall.com" aus. Diese in deutscher Sprache verfasste Plattform eines südkoreanischen Betreibers (Bild) bietet Sex-Artikel jeder Art an – vom Anal-Dildo über Dessous bis zu Vibratoren.

Im Gespräch mit OnlineReports deklarierte O. F. erst, es handle sich um eine "Familien-Website". Er sei dafür technisch und inhaltlich aber nicht zuständig. Auf Nachfrage relativierte er: "Das war nie meine Domäne. Absolut nie. Da können Sie nachschauen." OnlineReports hatte zuvor schon nachgeschaut: Inhaberin des Domain-Namens ist S. F., die Tochter von O. F., was dieser bestätigt und anfügt: "Ich habe meine E-Mail-Adresse über diese Domain - nichts Anderes." Die Ankündigung ("We come later") sei ihm ein Begriff, aber auf seiner Browser-Ansicht, beteuerte er auf Anfrage, werde nach 20 Sekunden kein Sex-Link geschaltet.

"Das kann nur jemand auf meine Site getan haben ..."

OnlineReports testete O. Fs. Familien-Website vor Pfingsten auf mehreren Computern, sowohl auf PCs wie Macs – und immer blitzte nach 20 Sekunden die Sex-Site auf. Laut "Google"-Cache, dem auf der Suchmaschine abrufbaren Zwischenspeicher, scheint dieser zwiespältige Link schon im März in Betrieb gewesen zu sein.

Von OnlineReports um eine Stellungnahme gebeten, wie es zum Link auf diese bizarre Sex-Site gekommen sei, dementierte das Vorstandsmitglied des Katholischen Fürsorgevereins jede Verbindung zum Sex-Link: "Das kann nur jemand auf meine Seite getan haben, der mich noch mehr denunzieren will." Er könne "schon verstehen, dass, wenn's anders nicht geht, Leute versuchen, meinen Ruf so zu schädigen."

Hinweis plötzlich verschwunden

Wurde O. Fs. "Familien-Website" von aussen gehackt? Wurde er Opfer einer Verschwörung? Laut einem regionalen Internet-Experten könne ein wildes "Hacking" der Seite durch Dritte allerdings "mutmasslich ausgeschlossen" werden. Der für das äussere Erscheinungsbild der passwortgeschützten Webseite entscheidende Quellcode, der OnlineReports inklusive die Verlinkung auf die Sex-Site vorliegt, sei von Anfang bis Ende der Seite sauber und einheitlich geschrieben worden.

Merkwürdig: 24 Stunden, nachdem OnlineReports erstmals mit Vorstandsmitglied O. F.  gesprochen hatte, war der Sex-Link auf der Familien-Website gelöscht. Ausserdem erschien der Hinweis "We come later" nicht mehr. Statt dessen heisst es nun in etwas holprigem Englisch: "hmmmm ... I'm wondering why you see this page ...  This url has never been published anywhere.  You will not see more here." Zu Deutsch: "Ich wundere mich, warum sie diese Seite sehen. Diese Quelle (URL) wurde nie irgendwo publiziert. Sie werden hier nicht mehr sehen."

"Höchst suspekt"

In den Gesprächen mit O. F. fiel auf, dass er sich über den Sex-Link auf seiner Familien-Website nicht empörte. Vielmehr drehte er den Spiess um und bezeichnete die OnlineReports-Recherche als "höchst suspekt": "Ich weiss ja nicht, ob Sie noch auf Computer zugreifen wollten." Er frage sich, ob er die "Bundesstelle für Computerkriminologie einschalten" soll. Dies können wir O. F. nur empfehlen. Im letzten von drei Gesprächen bat O. F. OnlineReports ausserdem bezüglich einer Berichterstattung über den Vorfall, "die Finger davon zu lassen".

Der Katholische Fürsorgeverein gelangte in den öffentlichen Fokus in seiner Funktion als Trägerschaft des Seltisberger Kinderheims "Auf Berg". Die Trägerschaft machte wegen des erneuten Leiterwechsels und Problemen mit dem Kanton Baselland Schlagzeilen.

 

Initialen von der Redaktion geändert.




Weiterführende Links:
- Heimleiter-Wechsel am Fliessband


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"Ich bin erschüttert"

Huch! Vibratoren und Unterwäsche! Ich bin erschüttert!


Stefan Zingg, Basel



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"Aufgrund der fehlenden Daten könnte es nicht schwierig werden, weitere Massnahmen zu definieren."

20 Minuten
vom 2. Januar 2021
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Richtig gutes Corona-Management: ohne Daten Massnahmen zu treffen.

RückSpiegel


Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

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Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).

Für die zurückgetretenen Ralph Lewin und Andreas Sturm wurden neu Kristyna Ters und Mathis Büttiker in den BKB-Bankrat gewählt, während das Präsidium und die bisherigen Mitglieder durch die Regierung bestätigt wurden.

Die Basler Regierung beschloss zur Unterstützung von Unternehmen in der zweiten Corona-Welle, das Kreditbürgschafts-Programm wiederaufzunehmen.

Urs Bühler wird per 1. März 2021 neuer Leiter der "Zentralen Informatik" des Kantons Baselland.

Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.