Basel-Stadt baut Veloroute – 53 Parkplätze müssen weichen
Der Kanton Basel-Stadt baut die Nebenfahrbahn der Bäumlihofstrasse zu einer Velostrasse um. Dafür müssen 53 Parkplätze weichen. Die entsprechende Verkehrsanordnung wird am Mittwoch im Kantonsblatt publiziert.
Die neue Velostrasse schliesse eine wichtige Lücke auf der viel befahrenen Verbindung von Riehen über die Bäumlihofstrasse bis zur Wettsteinallee, heisst es in einem Communiqué des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD). Künftig entspreche die Bäumlihofstrasse den Anforderungen einer Velovorzugsroute.
Der Kanton reagiert damit auf den Gegenvorschlag der Basler Regierung zur Initiative für sichere Velorouten, den die Basler Bevölkerung im Mai 2025 angenommen hat. Es sei ein erster Schritt hin zum Ziel, innerhalb von zehn Jahren insgesamt rund 40 zusätzliche Kilometer Velovorzugsrouten zu realisieren, schreibt das BVD. Das Departement weist aber darauf hin, dass der Ausbau der Veloinfrastruktur oft zu Lasten von Parkplätzen gehe. Dies habe der Kanton bereits im Abstimmungskampf deutlich gemacht: Es sei davon auszugehen, dass voraussichtlich rund 900 der aktuell 25'000 Parkplätze auf Allmend abgebaut werden müssen.
Die Bürgerlichen kritisierten den Abbau von Parkplätzen in der Grossratsdebatte sowie später auch im Abstimmungskampf. Das Auto werde systematisch verdrängt, hiess es etwa. Tatsächlich strebt Rot-Grün eine Verlagerung Richtung Velo an und führt unter anderem als Argument an, das Auto beanspruche mit Strassen und Parkplätzen immer noch einen Grossteil der Verkehrsflächen der Stadt. Entsprechend freut sich Pro Velo beider Basel, dass der Kanton «nun endlich» konsequent durchgehend sichere Velorouten einrichtet, wie der Verein in einer Mitteilung schreibt. Nur so würden die vielen Menschen, «die zwar sehr gerne Velo fahren, sich aber noch nicht trauen», aufs Velo umsatteln.