Erst noch FDP-Regierungskandidatin, jetzt Parteiaustritt
Sie war Vizepräsidentin der Basler FDP und kandidierte im Herbst 2024 für die Kantonsregierung: Eva Biland, Ärztin und frühere Gemeinderätin aus Bettingen. Nun hat sie am Mittwoch ihren Parteiaustritt eingereicht. Darüber berichtet die BaZ am Donnerstag.
Offenbar hat sich Biland in der FDP eingeschränkt gefühlt; sie eckte mit ihren Haltungen oft an. Biland kritisierte etwa das Ausmass der Einschränkungen während der Corona-Pandemie.
In der BaZ sagt die 54-Jährige, sie könne sich mit den Positionen der FDP immer weniger identifizieren. Sie nennt konkret die Debatten um die SRG, die Verträge mit der EU oder die «steuerfinanzierten Ereignisse zur Bespassung der Bevölkerung». Sie sah es kritisch, dass der Eurovision Song Contest in Basel stattfand. Ein Wechsel, etwa zur SVP, sei für sie aber keine Alternative.
Bei der FDP kommt es nun zu einigen personellen Veränderungen. Präsident Johannes Barth tritt zurück, auf ihn könnte Vizepräsidentin Tamara Hunziker folgen. Das Fraktionspräsidium im Grossen Rat wechselt zu Daniel Seiler. Der bisherige Funktionsträger Erich Bucher tritt aus dem Parlament zurück. Dessen Sitz geht an Christophe Haller, der bereits von 2005 bis 2021 im Grossen Rat politisierte.
Weitere vorzeitige Rücktritte sind möglich, da verschiedene Mitglieder des Grossen Rats von der Amtszeitbeschränkung betroffen sind und bei den nächsten Wahlen im Jahr 2028 nicht mehr antreten dürfen.