Stawa erhebt Anklage

Finanzchef soll Baselbieter Unternehmen um über acht Millionen Franken geschädigt haben

Strafjustizzentrum Baselland
(© Foto: Thomas Gubler)

Die Baselbieter Staatsanwaltschaft bringt einen heute 60-jährigen Deutschen vor das Strafgericht. Die Anklage lautet auf mehrfache Veruntreuung und mehrfache Urkundenfälschung. Es geht um eine mutmassliche Schadensumme von über acht Millionen Franken.

Der Mann war Finanzchef und Buchhalter eines mittelständischen Unternehmens mit Sitz im Baselbiet. Von 2011 bis 2024 soll er über 200 unrechtmässige Überweisungen getätigt haben, vorwiegend auf eigene Bankkonten. Damit habe er seinen «luxuriösen Lebensstil» finanziert, wirft ihm die Staatsanwaltschaft im Communiqué vom Mittwoch vor. Zur Verschleierung habe der Beschuldigte fiktive Rechnungen erstellt.

Die Staatsanwaltschaft hat im In- und Ausland Vermögenswerte des Angeklagten im Umfang von mehr als einer Million Franken sichergestellt. Darunter befindet sich «ein hochpreisiges Fahrzeug», das zwischenzeitlich verwertet wurde.

Der 60-Jährige befindet sich seit März 2025 in Haft. Der Termin der Verhandlung steht noch aus. Bis zu einer allfälligen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Stawa erhebt Anklage