2 von 14 Liestaler Fasnachtsbeizen bleiben zu
Nach der Brandtragödie mit 40 Toten an Neujahr in Crans-Montana ist in beiden Basel die Frage in den Fokus gerückt, ob die Fasnachtsbeizen und Cliquenkeller den Sicherheitsanforderungen genügen. Die Behörden haben Überprüfungen und Massnahmen eingeleitet. Dabei kamen viele Mängel zum Vorschein.
Die Basler Regierung und die Feuerpolizei stellten «bei der grossen Mehrheit der 73 kontrollierten Keller» Anpassungsbedarf fest. Allerdings zeichneten sich nach einer Erstbegehung «in über 90 Prozent der Fälle bereits tragfähige und einvernehmliche Lösungen» ab, sodass die Cliquen ihre Keller «mit kleineren Anpassungen» ab kommendem Montag betreiben können.
Am Mittwoch kommuniziert nun auch die Stadt Liestal. Die Abteilung Sicherheit und eine «externe Fachperson» haben 14 Beizen und Keller untersucht – und stellten dabei «in allen Lokalitäten» Mängel fest. Meistens konnten Lösungen gefunden werden, doch zwei Betriebe bleiben an der Fasnacht ab kommendem Sonntag geschlossen.
Der Stadtrat schreibt, dass die Kontrollen der Brandschutzvorschriften «explizit auch auf Wunsch eines Grossteils der Betreibenden» erfolgten. Die festgestellten Mängel glichen jenen in Basel und betrafen etwa die Signalisation des Fluchtwegs, Elektroinstallationen, Wandverkleidungen und Dekorationsmaterial. Ausserdem habe sich gezeigt, dass sich in keiner Lokalität gleichzeitig mehr als 50 Personen aufhalten dürfen, um zu gewährleisten, dass die Fluchtwege funktionieren. Der Stadtrat zeigt sich in seiner Mitteilung erfreut über die «sehr gute Zusammenarbeit» mit den Betreibenden.
Schon seit Längerem ist bekannt, dass der Chienbäse-Umzug in Liestal und die Chluriverbrennung in Sissach wie geplant stattfinden sollen.
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