Nach Crans-Montana: Feuerpolizei überprüft die 70 Basler Cliquenkeller
Seit der Tragödie an Silvester in Crans-Montana mit 40 Toten diskutiert das ganze Land über den Brandschutz. Neben der Frage, wie sicher Ausgeh-Lokale grundsätzlich sind, rückte in der Region Basel schon bald die Fasnacht in den Fokus: Liestal stellte kurzzeitig den Chienbäse infrage, kam aber bald zum Schluss, am Feuerspektakel festzuhalten. Und was ist mit den vielen Cliquenkellern in der Stadt?
Am Donnerstagmorgen hat die Basler Kantonsregierung über ein Massnahmenpaket informiert, ausgearbeitet von der Gebäudeversicherung Basel-Stadt. Demnach wird die Feuerpolizei ab dem 2. Februar sämtliche rund 70 Cliquenkeller kontrollieren und sich mit den Betreibern austauschen. Bestehen Mängel, verfügen die Behörden Nutzungsbeschränkungen oder gar eine Schliessung.
Stichkontrollen
Die Betreiber bleiben dafür verantwortlich, dass die Sicherheitsbestimmungen umgesetzt und etwa die maximale Personenzahl oder das Rauch- und Feuerverbot eingehalten werden. An der Fasnacht selbst (23. bis 25. Februar) wollen Behörden in den Cliquenkellern, aber auch in der übrigen Gastronomie Stichkontrollen durchführen.
Die Betreiber müssen an den Eingängen zu den Kellern Plakate anbringen. Diese informieren die Besucherinnen und Besucher über die maximale Belegungszahl und über die wichtigsten Verhaltensweisen: «Fluchtwege freihalten – Maximale Personenzahl respektieren – Bei Gefahr Raum zügig und ruhig verlassen». Die meisten Keller haben eine Bewilligung für maximal 50 oder 100 Personen.
Die Regierung kündigt zudem an, die Brandschutzvorgaben und die damit verbundene Praxis im Kanton generell zu überprüfen. Dabei sollen die Erkenntnisse aus dem Unglück von Crans-Montana, aber auch die Erfahrungen mit den Sofortmassnahmen für die Fasnacht einfliessen.
Weiterführende Links: