Premiere in der Schweiz

Die Waldenburgerbahn fährt neu teilautonom

Die Waldenburgerbahn (WB) der Baselland Transport AG (BLT) fährt zwischen Hölstein und Bubendorf.
Die Waldenburgerbahn zwischen Bubendorf und Hölstein. (Foto: ZVG/BLT)

Die Baselland Transport AG (BLT) hat sich das Ziel gesetzt, dass die Waldenburgerbahn (WB) ab 2030 vollautonom unterwegs ist. Nun erfolgt ein weiterer Schritt in diese Richtung: Die WB verkehrt neu teilautomatisiert gemäss der Stufe 2 – als erste Meterspurbahn der Schweiz.

Das bedeutet, dass die Fahrerin oder der Fahrer nur noch die Strecke überwacht, die Türen bedient und die Abfahrten freigibt. Das System übernimmt den Rest, regelt also die Geschwindigkeit und hält den Zug automatisch an der Haltestelle an. Bis anhin galt Automatisierungs-Stufe 1: Der Zug fuhr automatisch, aber der Fahrer steuerte den Start und den Halt.

Das Bundesamt für Verkehr habe der BLT im Dezember 2025 die Betriebsbewilligung für die zweite Stufe erteilt, informiert das Baselbieter Transportunternehmen am Donnerstag.

Die Waldenburgerbahn verkehrt auf einer 13,1 Kilometer langen Strecke zwischen Liestal und Waldenburg. Mit dem teilautomatisierten Fahren werde der Fahrbetrieb gleichmässiger und effizienter, ausserdem soll die Pünktlichkeit zunehmen. Die Verantwortung bleibt aber bei den Zugführerinnen und -führer; sie müssen in Notfallsituationen weiterhin die nötigen Massnahmen einleiten.

Die nächste Stufe ist die Vollautomatisierung. Dann wird kein Fahrer mehr an Bord sein, aber die Zugbegleiterin oder der Zugbegleiter kann eingreifen. Dieser Schritt ist ab 2029 geplant. Automatisierungs-Stufe 4 bedeutet schliesslich einen autonomen Betrieb ohne Personal an Bord.

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