Telebasel stellt Baseljetzt ab sofort ein – und baut sechs Stellen ab
Fokus auf die Region: Nationales und Internationales werden auf ein Mindestmass reduziert.
Telebasel richtet sich neu aus und hat am Mittwoch das News-Portal Baseljetzt eingestellt. Man wolle die Ressourcen bündeln und vermehrt auf Video- und Live-Angebote setzen, schreibt die Stiftung BaselMedia in einer Mitteilung. Hierfür lanciert der Sender die neue Telebasel-App mit Streaming-Inhalten zum Tagesgeschehen. Im Rahmen der Umstrukturierung baut das Medienunternehmen sechs Stellen ab.
Sandra Ziegler ist CEO von BaselMedia. Auf Anfrage von OnlineReports sagt sie, dass die Berichterstattung zu nationalen und internationalen Themen mit dem Aus von Baseljetzt auf ein Mindestmass reduziert werde. Man wolle sich bei Telebasel wieder auf die eigene Stärke – den Lokaljournalismus – konzentrieren.
Gleichzeitig reagiere das Unternehmen auf den technischen Fortschritt und die veränderte Mediennutzung, sagt Ziegler. «Bei der Gründung von Baseljetzt vor drei Jahren konnte noch niemand erahnen, wie schnell KI den Textjournalismus bedrängen würde.»
«Mit der Zeit gehen»
Das Portal Baseljetzt galt in der Basler Medienszene nicht als unverzichtbar. Dies will Ziegler aber nicht als Grund verstanden wissen, weshalb BaselMedia das Portal bereits wieder einstellt. «Wir wollen mit der Zeit gehen und uns an die veränderte Mediennutzung anpassen. Dabei hat das Videoformat höchste Priorität.»
Auf längere Sicht soll sich Telebasel von einem linearen TV-Sender hin zu einer lokalen Streaming-Plattform entwickeln. Damit wolle man auf den Bedeutungsverlust von klassischem Fernsehen reagieren, wie es in der Medienmitteilung heisst.
*Aurelio Gaggiotti hat diesen Beitrag im Rahmen seines fünfwöchigen Praktikums bei OnlineReports umgesetzt.
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