Dem EHC Basel fehlt für den Aufstieg die wirtschaftliche Basis
Auch wenn es am Ende sportlich reichen sollte: Der EHC Basel darf nicht in die höchste Eishockey-Liga (National League) aufsteigen. Die Lizenzkommission hat das entsprechende Gesuch abgelehnt.
Als Begründung soll die Kommission aufgeführt haben, dass die wirtschaftliche Ausgangslage für einen Wechsel nicht ausreiche, wie der EHC am Mittwoch mitteilt. Hingegen würde der Club viele infrastrukturelle und organisatorische Anforderungen erfüllen.
Dieser Entscheid dürfte den Club weder überraschen noch dessen Pläne durchkreuzen. Hinter den Kulissen ist man sich bewusst, dass die finanzielle Basis für einen Aufstieg ungenügend ist. Ohnehin ist in der ganzen Swiss League die Kritik zu hören, dass die Anforderungen kaum zu erfüllen seien – das gilt für alle Clubs. Dass der EHC Basel überhaupt ein Gesuch eingereicht hat, dürfte auch dem Druck der Fans nach zwei guten Saisons und dem (gesunden) sportlichen Ehrgeiz geschuldet sein.
Der EHC lässt im Communiqué denn auch verlauten, «weiter am angestrebten Aufstieg» arbeiten zu wollen. Dazu brauche es aber zusätzliche Unterstützung aus der regionalen Wirtschaft «sowie von Menschen, die sich mit dem EHC Basel identifizieren». So könnten «auch die nächsten Hürden erfolgreich gemeistert werden». Laut Verwaltungsratspräsident Michael Milos wollen die Basler Eishockeyaner «bei unserem nächsten Antrag in einer besseren Position sein».
Erste Voraussetzung ist jedoch eine ausreichende Leistung auf dem Eis. Nach zwei Saisons an der Tabellenspitze ist der EHC Basel schwach in die Saison gestartet. Inzwischen hat sich das Team aber wieder gefangen und steht nach sechs Siegen in Serie auf dem siebten Zwischenrang sowie in guter Position, in der Tabelle weiter hochzuklettern – nach Verlustpunkten befindet sich die Mannschaft bereits auf Platz fünf.
Viele Wechsel
Das Team hatte lange viele Verletzte zu beklagen und verstärkte sich mit Ausleih-Spielern. Auch bei den Funktionären kam es zuletzt zu einigen Wechseln, etwa im Verwaltungsratspräsidium. CEO Olivier Schäublin und der EHC Basel gehen künftig getrennte Wege. Und nachdem der neue Assistenztrainer Robin Farkas das Amt aus gesundheitlichen Gründen schon bald wieder niederlegen musste, übernahm der frühere NHL-Spieler Yves Sarault diesen Posten.
Ende vergangene Saison trennte man sich ausserdem von Medienchef Meinrad Stöcklin. Dieser Entscheid dürfte vor allem politisch motiviert gewesen sein. Trainer Eric Himelfarb und Sportchef Kevin Schläpfer scheinen hingegen fest im Sattel zu sitzen. Ihre Verträge wurden bereits verlängert.
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