Für die Opfer von Crans-Montana

Politik und Bevölkerung versammeln sich vor dem Basler Rathaus

Schweigeminute für die Opfer von Crans-Montana vor dem Basler Rathaus
Punkt 14 Uhr ist es vor dem Rathaus in Basel mucksmäuschenstill. (© Foto: Aurelio Gaggiotti)

Die Silvester-Tragödie von Crans-Montana, bei der 40 Menschen ihr Leben verloren haben, erschüttert die Schweiz. Um der Opfer der beispiellosen Brandkatastrophe zu gedenken, hat der Bundesrat den 9. Januar zu einem nationalen Trauertag ausgerufen. Schweizweit läuten am Freitag um 14 Uhr die Kirchenglocken und es kommt zu einer Schweigeminute.

In Basel versammeln sich vor dem Rathaus Vertreterinnen und Vertreter der Regierung und des Grossen Rats. Die Basler Bevölkerung ist ebenfalls eingeladen, an diesem Gedenkmoment teilzunehmen.

Eine halbe Stunde vor Beginn geht auf dem Marktplatz noch alles seinen gewohnten Gang. Überall stehen Marktstände; der Abbau ist noch nicht beendet. Auffällig sind nur die Einsatzfahrzeuge der Sanität, der Polizei und der Berufsfeuerwehr – prominent gegenüber dem Rathaus parkiert. 

Man hört nur die Glocken läuten

Allmählich füllt sich der Platz: Immer mehr Menschen drängen aufs Trottoir und bilden einen Halbkreis vor dem Eingang des Rathauses. Zehn Minuten vor Start wird kaum mehr gesprochen, nur einige Journalisten gehen zwischen den Leuten auf und ab und tauschen sich leise untereinander aus.

Die Anwesenden – es sind mehrere Hundert – haben den Blick auf die Polit-Prominenz gerichtet: In der vordersten Reihe stehen Grossratspräsident Balz Herter sowie die Regierungsmitglieder Esther Keller, Stephanie Eymann, Tanja Soland und Mustafa Atici. Regierungspräsident Conradin Cramer und Lukas Engelberger sind nicht anwesend; sie nehmen an der nationalen Gedenkfeier in Martigny teil.

Punkt 14 Uhr ist es mucksmäuschenstill – man hört nur die Glocken läuten.

Das Schweigen dauert mehrere Minuten. Die Köpfe sind gesenkt, die Mienen ernst. Die drei Fahnen am Rathaus – die Schweizer, die Basler und die Walliser – wehen im starken Wind. 

Nachdem die Glocken verstummt sind, dauert es eine Weile, bis wieder Bewegung in die Menge kommt. Die Regierungsmitglieder mischen sich unter die Bevölkerung. Dann verlassen die Ersten langsam den Marktplatz. Die einen sich leise unterhaltend, die anderen in absoluter Stille.

*Aurelio Gaggiotti hat diesen Beitrag im Rahmen seines fünfwöchigen Praktikums bei OnlineReports umgesetzt.

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